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Milena Hardt
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Über mich

Master of Speech Communication and Rhetoric (Universität Regensburg), Kommunikationstrainerin, Schauspielerin und Profisprecherin. Milena Hardt bietet professionelle Stimmtrainings, Präsentationstrainings und Rhetorik-Seminare an. Ihr erfolgreiches Training basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen und ihrer langjährigen Praxiserfahrung.

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Sprechen Sie auf den Punkt!
von Milena Hardt

 

Es gibt zwei Arten, auf den Punkt zu kommen. Eine betrifft ein Element der Sprechweise, die andere bezieht sich auf die gedankliche Struktur, die sich wiederum in der Sprechweise widerspiegelt.

 Starten wir mit dem Element der Sprechweise. Auf den Punkt sprechen, also das Ende des Satzes durch das deutliche Absinken der Tonhöhe hörbar zu machen, hat wichtige Effekte. Diese werden meist unterschätzt:

  • Zunächst einmal reduziert es lästige „Ähms“ und andere Füllwörter.
  • Der Zuhörer kann die Inhalte besser aufnehmen, weil er eine Struktur erkennt.
  • Andere nehmen den Satz als Fakt wahr.

Der wichtigste Effekt dabei ist, dass andere den Inhalt eines Satzes als Tatsache wahrnehmen, wenn Sie am Ende deutlich mit der Stimme nach unten gehen.

 Woran liegt das?

Üblicherweise gehen wir im Deutschen (und im Englischen) mit der Tonhöhe am Ende eines Satzes nach unten, um zu signalisieren, dass der Satz zu Ende ist. Nach oben gehen wir am Ende eines Fragesatzes.

Viele beenden jedoch auch normale Aussagesätze, indem sie gewohnheitsmäßig mit der Stimme nach oben gehen.

Das hat dann zur Folge, dass unser Gegenüber diesen Satz unbewusst als Frage einordnet und daher viel eher anzweifeln wird.

Im Umkehrschluss können wir durch die sogenannte Stimmsenkung für mehr Akzeptanz und Glaubwürdigkeit sorgen. Und das sollten wir auch, denn dieses Element spielt eine wirklich entscheidende Rolle in der unbewussten Wahrnehmung.

Die zweite Art des auf den Punkt Kommens betrifft die gedankliche Struktur, also den roten Faden, den wir beim Sprechen verfolgen. Sprechen wir einfach drauflos, ohne vorher nachzudenken, welche Hauptargumente wir beispielsweise verwenden wollen, entstehen häufig lange Schachtelsätze. Zusätzlich haben wir oft mehr als eine Hauptaussage pro Satz. Das ist für die ZuhörerInnen mitunter verwirrend, da dann der Sinn des Satzes nicht eindeutig erkennbar ist.

Die Rhetorik bietet für verschiedene Redeanlässe sehr gute Redestrukturen an, die eine funktionierende Grundstruktur vorgeben. Ein beliebtes Beispiel ist die sogenannte 5- Satz Struktur. Betrachtet man ein einfaches Statement, so kann man es mit Hilfe von 5 Schritten sinnvoll ausformulieren:

Schritt 1 ist die These, meine Hauptaussage, der Grund, warum ich spreche.

In Schritt 2 und 3 folgen die zwei besten Argumente zusammen mit jeweils einem anschaulichen Beispiel.

In Schritt 4 ziehe ich ein Fazit.

Und in Schritt 5 spreche ich meine Handlungsaufforderung, beziehungsweise meinen Zielsatz aus.

Ein Statement, das dieser Formel folgt, kommt in der Regel auf den Punkt. Denn zu viele Details und Abschweifungen werden durch die klare Struktur vermieden.

Interessanterweise verschwinden bei der Anwendung solcher Formeln auch nebenbei unerwünschte Füllwörter.

Wer also auf den Punkt sprechen möchte, hat verschiedene Stellhebel, an denen er drehen kann.

Die Fähigkeit auf den Punkt zu kommen ist eine Führungsqualität und auf jeden Fall etwas, woran Sie in Ihrem beruflichen Umfeld gemessen werden. 

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