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Master of Speech Communication and Rhetoric (Universität Regensburg), Kommunikationstrainerin, Schauspielerin und Profisprecherin. Milena Hardt bietet professionelle Stimmtrainings, Präsentationstrainings und Rhetorik-Seminare an. Ihr erfolgreiches Training basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen und ihrer langjährigen Praxiserfahrung.

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Humor in beruflichen Präsentationen
von Milena Hardt

Humor in beruflichen Präsentationen

Humor ist ein mächtiges Werkzeug. Humor baut Barrieren ab, schafft eine Verbindung zum Publikum und macht komplexe Inhalte zugänglicher.

Aber wie setzt man Humor geschickt in beruflichen Präsentationen ein, ohne dabei die Professionalität zu verlieren?

Ein wunderbares Beispiel für unerwarteten, aber passenden Humor, war die Rede bei der Vorstellung der X-59 am 12. Januar 2024. Die X-59 ist ein von der NASA beauftragtes Experimentalflugzeug, welches mit Überschall-Geschwindigkeit fliegen kann, ohne einen Überschall-Knall zu erzeugen.
Die Veranstaltung hatte zahlreiche Redner und Rednerinnen und war ansonsten staubtrocken.
Heraus stach der Redner Eric Fox:
Er sagte, wenn er von der Bühne springen und eine Arschbombe in ein Becken vor dem Publikum machen würde, mit seinen 240 Pfund Gewicht, würden mindestens die ersten sieben Reihen nass werden. Das wäre vergleichbar mit der heutigen Luftfahrt. Nicht so die X-59. Er verglich sie mit einem US-amerikanischen Olympia-Springer. Wenn dieser ins Wasser tauche, gäbe es kaum eine Welle. Genauso würde es sein, wenn die X-59 mit 900 Meilen pro Stunde lautlos über den Himmel fliegt.
Ein gelungener und überraschender Vortrag mit Humor!

Der Schlüssel liegt immer in der Dosierung und in der Art des Humors.
Das Wichtigste dabei ist es, das Publikum zu kennen! Der Humor sollte stets zum Anlass und der Zielgruppe passen.

Kennen Sie Ihr Publikum!

Nicht jeder Witz zündet bei jedem Publikum.
Ein Witz, der bei einem informellen Meeting funktioniert, könnte in einer formellen Geschäftspräsentation fehl am Platz sein.

Was in einem Kreis junger Start-up-Gründer für ein Lächeln sorgt, kann bei einem Vorstandstreffen durchaus ein Stirnrunzeln hervorrufen.

Bevor Sie Humor einsetzen, überlegen Sie, wer vor Ihnen sitzt. Kennen Sie die Interessen und die Grenzen Ihres Publikums.

Achtung: Anlass!

Es gibt Anlässe, bei denen sich jeglicher Humor verbietet. Wenn Sie zum Beispiel Geschäftsführer sind und Stellenentlassungen verkünden müssen. Hier ist Humor sicherlich fehl am Platz.

Authentizität

Ihr Humor muss zu Ihnen passen. Versuchen Sie nicht, jemand anderes zu imitieren. Authentischer Humor wirkt einladend und verbindet, während aufgesetzter Humor schnell fehl am Platz wirken kann. Seien Sie authentisch und spontan. Aufgeschriebene Witze funktionieren nicht immer. Die besten humorvollen Momente entstehen oft spontan, indem Sie auf das Geschehen oder auf Rückmeldungen aus dem Publikum reagieren.

Timing ist alles

Der beste Witz kann verpuffen, wenn er zur falschen Zeit kommt. Nutzen Sie humorvolle Einschübe gezielt, um die Aufmerksamkeit zu steigern, etwa nach komplexen Sachverhalten oder wenn Sie merken, dass die Zuhörer müde werden.
Besonders effektiv ist: die Überraschung. Ein unerwarteter humorvoller Dreh am Ende kann Ihre Botschaft eindrücklich verstärken.

Respekt

Humor sollte nie auf Kosten anderer gehen. Vermeiden Sie Witze, die jemanden ausschließen oder abwerten könnten. Der beste Humor ist der, der alle mitnimmt und eine positive Atmosphäre schafft.

Aber was, wenn der Witz mal nicht zündet? Keine Panik. Ein charmantes „Nun, vielleicht fand ich nur das komisch“ kann die Situation oft retten und sogar Sympathiepunkte einbringen.

Übrigens lassen sich auch Störungen wie technische Probleme, oft am besten mit Humor entschärfen.

Sie können auch eine kurze Geschichte erzählen: Geschichten, die Sie selbst erlebt haben, besonders solche, in denen nicht alles glatt lief, können sehr auflockernd sein!

Übung macht den Meister und die Meisterin!

Experimentieren Sie mit Humor in sicherem Rahmen, zum Beispiel bei internen Präsentationen oder in kleineren Gruppen. Holen Sie sich Feedback ein und schärfen Sie Ihr Gespür für das, was funktioniert und was nicht. Humor ist eine Frage der Übung und des Feingefühls. Fangen Sie klein an und achten Sie auf die Reaktionen Ihres Publikums.

Erinnern Sie sich: Der Einsatz von Humor in Präsentationen und Vorträgen sollte Ihr Publikum bereichern, nicht von Ihrem Thema ablenken. Es ist eine Kunst, die Feinfühligkeit und Übung erfordert. Es geht nicht darum, ein Stand-up-Comedian zu werden. Vielmehr geht es darum, Leichtigkeit und Menschlichkeit in Ihre Kommunikation zu bringen, um eine tiefere Verbindung zu Ihrem Publikum zu schaffen. Sobald Sie den Dreh raus haben, werden Sie feststellen, wie sehr ein Lachen oder Schmunzeln die Atmosphäre auflockern und Ihre Botschaft verstärken kann.

Experimentieren Sie, haben Sie Spaß dabei, und nutzen Sie Humor als das, was er sein sollte – ein Werkzeug, um Ihre Zuhörerinnen und Zuhörer zu erreichen und zu berühren.

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